Tagungsprogramm

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir freuen uns, dass Sie sich für die Expertentagung Lehrkräftebildung 2020 interessieren. Anliegen der Tagung ist es, Anregungen für die eigene Arbeit zu geben und miteinander ins Gespräch zu kommen. Dazu gliedert sich die Tagung in folgende Formate: Vorträge, Arbeitsphasen (Workshops, Themenräume) und Austauschrunde. Näheres entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Programm.
Zeit Programm
 

    Tag 1 | 27.02.2020 | 09:30 – 18:00 Uhr

 

ab 09:00 -10:00 Uhr Ankommen / Anmeldung
10:15 – 10:45 Uhr  

Grußwort Christian Piwarz

Sächsischer Kultusminister (angefragt)

Informationen zum Ablauf der Tagung

 

10:45 – 11:30 Uhr  

„Politische Bildung in einer polarisierten Gesellschaft.“

Keynote von Frau Prof. Dr. Anja Besand

Professorin für Didaktik der politischen Bildung | TUD

 

11:30 – 12:15 Uhr Kaffeepause – und Übergang in Arbeitsräume
12:15 – 13:15 Uhr  

Arbeitsphase I

Arbeit in Kleingruppen anknüpfend an die Keynote

-        Grundschule

-        Sekundarstufe I+II

-        berufsbildende Schulen

 

13:15 – 14:15 Uhr Mittagspause
14:15 – 15:45 Uhr  

Arbeitsphase II

Themenräume und Workshops

 

15:45 – 16:15 Uhr Kaffeepause
16:15 – 17:15 Uhr  

Regeln der Demokratieretter

Vortrag von Herrn Jürgen Wiebicke

Journalist, Schriftsteller und Radio-Moderator WDR 5

 

17:15 – 17:30 Uhr Abschluss und Ausblick auf folgenden Tag
ab 19:00  

Abendessen mit ca. 120 Teilnehmer*innen im Dresdner Pulverturm

Informationen HIER / Anmeldung über Tickets

 

 

    Tag 2 | 28.02.2020 | 09:30 – 14:00 Uhr

 

    (08:30 – 09:00 Uhr – Treff Gruppe)

09:00 – 10:30 Uhr  

Arbeitsphase III

Themenräume und Workshops

 

10:30 – 11:00 Uhr Kaffeepause
11:00 – 12:00 Uhr  

Austauschrunde

Zielsetzungen, Ausblick zur Weiterarbeit in den Bundesländern, Verabredungen hier wird noch mal entschieden...

 

12:00 – 13:00 Uhr Mittagessen
13:00 – 14:00 Uhr  

Die Erweiterung des Notwendigen: Rassismuskritik in der Lehrer_innenbildung

Abschlussvortrag von Herrn Prof. Dr. Karim Fereidooni

Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum

(mit anschließender Diskussion)

 

14:30 Uhr Staffelübergabe / Abschluss und Abreise

Workshops & Themenräume

Themenräume

Themenraum 1 | Referenten: Michael Jung & Dieter Schäckel | Donnerstag

Thema: Wie kann das Demokratielernen in die zweite Phase der Lehrer*innenausbildung implementiert werden?

In diesem Themenraum soll der Frage nachgegangen werden, wie das Demokratielernen in die zweite Phase der Lehrer*innenausbildung insgesamt noch stärker implementiert werden kann.

Demokratielernen ist als eines der sog. „Priothemen“ fester Bestandteil der Lehrer*innenausbildung in Hessen und als solches eine Querschnittsaufgabe aller allgemeinpädagogischer und fachdidaktischer Ausbildungsmodule und Veranstaltungen.

Demokratielernen soll hier als eine mehrperspektivische Aufgabe für die gemeinsame Arbeit an Studienseminaren verstanden werden: Einerseits auf unterrichtlicher Ebene die gemeinsame Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen von Demokratielernen als Aufgabe im Unterricht aller Fächer und andererseits auf institutioneller Ebene die Beschäftigung mit kollegialer Zusammenarbeit in hierarchischen Strukturen wie dem Studienseminar und in Schule.

Neben dem zentralen Austausch über Ideen und bisher gesammelte Erfahrungen der am Themenraum Teilnehmenden wird das themenbezogene konkrete Vorgehen am Studienseminar für Gymnasien vor- und zur Diskussion gestellt, z.B.

  • die Berücksichtigung der Thematik im Prozess der Erarbeitung und Umsetzung eines Leitbildes,
  • die Verankerung des Demokratielernens im Arbeitsprogramm des Studienseminars,
  • die Durchführung eines Pädagogischen Tages zum Thema „Demokratielernen in Schule und Ausbildung“,
  • die thematische Anbindung in fachdidaktischen und allgemeinpädagogischen Ausbildungsveranstaltungen.

Referenten:

Michael Jung (Leiter des Studienseminars für Gymnasien in Kassel) und
Dieter Schäckel (Mitglied des Leitungsteam des Studienseminars für Gymnasien in Kassel und  Fachleiter für das Fach Politik und Wirtschaft)

Themenraum 2 | Referenten: Bernt Gebauer & Angela Khosla-Baryalei | Freitag

Thema: Leben mit Widersprüchen – Umgang mit Kontroversität als Beitrag zur Demokratiebildung an Schulen

Der schulische Alltag in ganz Europa ist geprägt von vielfältigen, oftmals als schwierig wahrgenommenen Auseinandersetzungen, Widersprüchen und Kontroversen. Sie finden sowohl auf politischer, zwischenmenschlicher als auch auf inhaltlicher bzw. curricularer Ebene statt. Aktuelle, gut dokumentierte Beispiele finden sich z.B. im Dossier auf ufuq.de: https://www.ufuq.de/category/dossiers/. Einerseits stellen diese oft emotional aufgeladenen Interessens- und Wertekonflikte für Lehrkräfte meist eine echte Herausforderung dar, andererseits stellen sie für die Schülerinnen und Schüler eine authentische und lebensweltbezogene Chance zum Erlernen von demokratischen Verhaltensweisen und Konfliktlösungsstrategien dar. Wie nun kann ein pädagogischer, auf Demokratiestärkung ausgerichteter Umgang mit Kontroversität im Unterricht für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte aussehen? Wie kann ich als Bildungsexperte oder Bildungsexpertin an meiner Fähigkeit arbeiten, mit kontroversen Meinungen umzugehen, sie auszuhalten und diese im schulischen Kontext friedlich und grund- und menschenrechtsbezogen herausfordern? Dieser Workshop bietet Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften die Möglichkeit, sich mit diesem Ansatz handlungsorientiert vertraut zu machen.

Literatur: Europarat (Hrsg.) 2015: Leben mit Widersprüchen. Das Unterrichten kontroverser Themen im Rahmen der Politischen Bildung und Menschenrechtsbildung (EDC/HRE). Wien/Straßburg. Online verfügbar beim Demokratiezentrum Wien unter
http://www.demokratiezentrum.org/materialien/kontroverse-themen-unterrichten.html

 

Referenten:

Bernt Gebauer, Projektleitung Gewaltprävention und Demokratielernen - GuD des Hessischen Kultusministeriums
Angela Khosla-Baryalei¸Gewaltprävention und Demokratielernen - GuD des Hessischen Kultusministeriums

Hinweis zu Themenraum 3 und 4: Diese entfallen

Themenraum 5 | Referent: Dr. Martin Brendebach | Freitag

Thema: Demokratiebildung

Die Extremismusprävention ist eine so komplexe Aufgabe, dass sie die Möglichkeiten jedes einzelnen Faches übersteigt. Fachunterricht in Sachfächern wie „Sozialkunde“ oder „Politische Bildung“ ist wichtig, um Schülerinnen und Schülern Grundlagen etwa hinsichtlich Begrifflichkeiten oder verfassungsrechtlichen Bestimmungen zu vermitteln. Eine umfassende Behandlung der Themen Rechtsextremismus, Islamismus, Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus, etc… in einem 1-2 stündig unterrichteten Unterrichtsfach ist aber nicht leistbar. Daher muss auch für die Lehrkräftebildung der Aspekt des fächerverbindenden und fachübergreifenden Unterrichts sowie die Idee von curricular verankerten Querschnittsthemen stärker in den Fokus rücken. Am Beispiel Berlins wird gezeigt, wie sich die Herausforderungen durch die verschiedenen Erscheinungsformen des politischen Extremismus in diesem Sinne in der 2. Phase der Lehrkräftebildung abbilden, und zwar sowohl in den Curricula der Fachseminare als auch der allgemeinen Seminare. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, welchen Beitrag außerschulische Bildungspartner für die Seminararbeit leisten können.

 

Referent:

Dr. Martin Brendebach, Referent, Gesellschaftswissenschaften und Politische Bildung in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin

Themenraum 6 | Referenten: Dr. Katrin Kusch | Freitag

Thema: Politisches Lernen beginnt in der Grundschule. Mit Kindern über Politik sprechen. Geschichten und Bilder als Gesprächsanlässe

Politik ist heute selbstverständlicher Teil der Lebenswelt der Kinder. Kinder nehmen die demokratische Ordnung wahr so wie sie über Medien, Parteien oder Familien dargestellt wird.
Die sozialwissenschaftliche Perspektive des Sachunterrichts in der Grundschule hat eine zentrale Zielsetzung: die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sollen für das Zusammenleben und die Teilhabe in der demokratischen Gesellschaft  gefördert werden.  Schülerinnen und Schüller sollen ihre gesellschaftlich geprägte Alltagswelt verstehen und ihr ihr kompetent handeln können.
Dies bedeutet auch und besonders die Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Vielfalt.
In diesem Workshop werden – im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Perspektive des Sachunterrichts -  aktuelle Bilderbücher vorgestellt, die Gesprächsanlässe zum politischen und sozialen Lernen in der Grundschule bieten. Mit den Teilnehmern werden Ideen der unterrichtlichen Einbindung erarbeitet.

 

Referent:

Dr. Katrin Kusch

Themenraum 7 | Referenten: Johann Knigge-Blietschau | Donnerstag

Thema: Demokratiebildung im Zeitalter der Digitalisierung

Schüler/in-Recherche und Fake News
„Fake News“ und digitale Verdummung – müssen wir das Internet löschen um die Demokratie zu retten? Soziale Netzwerke und YouTube stehen seit Jahren in der Kritik, Hass und Unwahrheit eine Plattform zu bieten und dazu beizutragen, dass in der Gesellschaft die Debatte verroht oder sogar unmöglich wird, weil man sich nicht einmal darüber einigen kann, was überhaupt die Fakten sind.
Im Workshop werden Befunde dazu präsentiert, wie Jugendliche sich im digitalen Zeitalter über politische Sachverhalte informieren und welche Rolle die Schule in diesem Kontext spielt. Diese Befunde zeigen die Notwendigkeit, aber auch die Chancen, die Recherche-Kompetenz von Schüler/innen im Umgang mit zweifelhaften Informationen zu stärken.
Anhand von besonders kontroversen Beispielen von umstrittenen Fakten werden Möglichkeiten, didaktische Begleitung und digitale Werkzeuge für Schüler/innen-Recherchen erörtert. Für eine praktische Erprobung ist ein digitales Endgerät, d.h. ein Tablet oder Notebook, erforderlich.

 

Referent:

Johann Knigge-Blietschau

Themenraum 8 | Referenten: Katrin Krebs & Iris Pfaff | Freitag

Thema: FREIHEIT in der DEMOKRATIE

Der Umgang mit dem Wert FREIHEIT steht im 21. Jahrhundert vor neuen Heraus-forderungen, auch für die zukünftigen Lehrer*innen. Vorgestellt wird unser Aus-bildungsmodul, beginnend mit einer fächer-übergreifenden Impulsveranstaltung mit vielseitigen  Anregungen, die eine handlungsorientierte  Auseinandersetzung in den Fachseminaren eröffnet und die Konzepte für Schulprojekte initiiert.

 

Referenten:

Katrin Krebs und Iris Pfaff

Workshops

Workshop 1 | Referenten: Marco Parizek | Donnerstag & Freitag

Thema: SPIELEND Demokratie lernen - Übungen und Spiele zur Förderung demokratischer Werte, kann speziell auf die Ausbildung von Lehrkräften an Grundschulen ausgerichtet werden

Demokratie braucht Menschen, die u.a. kooperieren, fair und verantwortungsvoll agieren und individuelle Lösungen tolerieren. Um diese und weitere Kompetenzen bereits in der Grundschule zu stärken, helfen zahlreiche Spiele für den fach- und überfachlichen Unterricht. Insbesondere Gespräche auf der Meta-Ebene mit den Lernenden über ihre Erfahrungen während des Spielens schulen Empathie- und Wahrnehmungsfähigkeit. Spiel beansprucht den ganzen Menschen. Das Spiel bildet die Wirklichkeit vereinfacht oder verändert ab. Deshalb ist das Spiel eine von Kindern bevorzugte Lern- und Übungsform. Fast nebenher lernen Schülerinnen und Schüler zusammen zu arbeiten, sich an Regeln zu halten, zu planen, Kompromisse einzugehen, sich in die Augen zu schauen, zu verlieren und fair zu sein. Lehrerinnen und Lehrer nutzen kaum Spiele und wenn doch, müssen Sie sich gegenüber Kolleginnen oder Eltern evtl. rechtfertigen, warum im Unterricht überhaupt gespielt wird. Spiele müssen lerngruppenadäquat ausgewählt werden. In diesem Workshop probieren wir gemeinsam Spiele aus und diskutieren deren Einsatz in der Ausbildung angehender Lehrkräfte.

 

Referent:

Marco Parizek, Leiter des 2. Schulpraktischen Seminars Spandau

Workshop 2 | Referenten: Miriam Remy | Donnerstag & Freitag

Thema: "Stärkung der Beteiligungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten von Kindern in schulischen Kontexten
- eine Querschnittsaufgabe für die Lehrer/innen der Zukunft"

Wie und in welchen Bereichen können die Lehrer*innen der Zukunft die Partizipation von Kindern ermöglichen, fördern und begleiten? Welche guten Gründe sprechen dafür?
Mit Hilfe von inspirierenden Beispielen aus der schulischen Praxis wird in diesem Workshop ein breites Spektrum an möglichen Handlungsfeldern für mehr Partizipation von Kindern im schulischen Alltag sichtbar gemacht. Anschließend werden wir uns darüber austauschen, wie die Lehrer*innen der Zukunft in ihrer 2. Ausbildungsphase am Seminar auf diese spannende Querschnittsaufgabe in allen Fächern vorbereitet werden können.

 

Referent:

Miriam Remy
Teil des Teams "Inklusive ganztägige Bildung" der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, Prozessbegleiterin im Rahmen der „Qualitätsoffensive Ganztag im Primarbereich“, Lehrtätigkeiten am ZfL der Universität zu Köln und Referentin an verschiedenen ZfsL in NRW, Lehrerin für weiterführende Schulen

Workshop 3 | Referenten: Ulrich Speckenwirth & Michael Ridder | Donnerstag & Freitag

Thema: Demokratiepädagogische Ansätze in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung am ZfsL in Münster

Demokratie-Lernen in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung muss zweifach gedacht werden: (1) Zum einen geht es um die Reflektion und Erweiterung des eigenen Demokratiewissens und der politischen Urteilsfähigkeit, (2) zum anderen um das Erlernen von demokratiepädagogischem Handeln und Verantwortungsübernahme in den verschiedenen beruflichen Handlungsfeldern.
Das ZfsL Münster hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lehreramtsanwärterinnen und Lehreramtsanwärter in der Ausbildung darauf vorzubereiten, dass Demokratie-Lernen eine Querschnittsaufgabe der Schule ist, die von allen Beteiligten gemeinsam angenommen werden muss. Neben der Vermittlung fachlicher und theoretischer Hintergründe geben wir Raum für Selbstreflexion und Klärung eigener Standpunkte und Werthaltungen. Angehende Lehrerinnen und Lehrer sollen in der Ausbildung soziale Eingebundenheit erfahren und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit machen, wenn es darum geht, das Miteinander partizipativ zu gestalten und zu einer demokratischen Grundausrichtung der Gesellschaft beizutragen. Gewaltfreiheit, Methoden der Konsensbildung und des Umgangs mit Dissens, wechselseitige Wertschätzung aller an der Ausbildung beteiligten Personen, Transparenz von Entscheidungen und Verlässlichkeit getroffener Verhaltens- und Verfahrensregeln sind Grundlagen unserer Seminarkultur.
Wir möchten in diesem Workshop unsere Ideen vorstellen und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern weiterentwickeln.

 

Referent:

Ulrich Speckenwirth, Leitung des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung Münster (ZfsL)
Michael Ridder, Fach- und Kernseminarleiter am ZfsL Münster
Regionalberater/Landeskoordinator NRW Demokratisch Handeln, Regionalteam-West der Deutschen Schulakademie und des Deutschen Schulpreises

Workshop 4 | Referenten: Mechthild Bölting & Angelika Rohbeck | Donnerstag

Thema: Wo hat die Demokratie ihren Ort? - Seminar und Schule als Ort gelebter Demokratie - Erfahrungen und Beispiele aus den Grundschulseminaren Bonn & Köln

Eine demokratische Seminar- und Schulkultur ermöglicht die Mitwirkung aller Beteiligten und die Übernahme von Verantwortung. In der Ausbildung wer-den Lehramtsanwärterinnen und -anwärter zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen, zur begründeten Urteilsbildung und zur Einnahme eines eigenen Standpunktes angeregt und können so demokratische Handlungskompetenz entwickeln.

Demokratie muss gelebt werden, um gelernt werden zu können :
„Die gelebte Demokratie muss ein grundlegendes Qualitätsmerkmal unserer Schulen sein“ . In diesem Workshop werden Beispiele für demokratisches Handeln in Schule und Seminar vorgestellt. Erfahrungen aus den eigenen Systemen wird Raum gegeben. Weitere Ideen können entwickelt werden, so dass jede/r einen eigenen „Demokratie-Koffer“ füllen kann.

 

Referenten:

Mechthild Bölting, Seminarleiterin am ZfsL Bonn, Seminar Grundschule
Angelika Rohbeck, Fach- und Kernseminarleiterin am ZfsL Köln, Seminar Grundschule

Workshop 5 | Referentin: Barbara Sengelhoff | Donnerstag & Freitag

Thema: Gemeinsam besser gemeinsam, oder? Die Vielfalt im schulischen System als Chance für alle!

Multiprofessionalität in der Schule als Ressource wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu nutzen, um das Recht der Kinder auf Selbstbestimmung nachhaltig im Schulalltag bewahren zu können- wie können alle Beteiligten miteinander Schule gestalten?
(Janusz Korczak: Kinder sollen so sein dürfen wie sie sind. Sie haben das Recht, ihr Leben selbst zu bestimmen)
In diesem Workshop werden Pläne geschmiedet, wie alle Mitglieder einer lernenden Organisation zu Wort kommen (Kinder, Lehrer/innen, Seminarausbilder/innen Expert/innen, Erzieher/innen, Erziehungsberechtigte ...), um den Tag des Kindes gemeinsam, kindergerecht und  professionell gestalten zu können.
Diese ‚Zukunftswerkstatt’ wird angeregt von Beispielen schulischer Mini-Projekte bis zu einer schulinternen Kinder-Uni’

 

Referenten:

Barbara Sengelhoff, Fortbildnerin, Mitarbeit an der Uni. Köln und Hamburg, Schulleiterin a.D., Kooperationspartnerin mit dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung

Workshop 6 | Referentin: Doris Kästner | Donnerstag & Freitag

Thema: XGames – Spielerisch Antiradikal

Der Workshop will das Spiel "X Games" mit den Teilnehmenden spielen, die Wirkmechanismen klären und kurz den Stand des Projekts erläutern.
Das Projekt X Games (Extremismus Games) wurde 2018 durch den Stuttgarter Verein "InsideOut" in Sachsen bekannt gemacht. Es soll Jugendlichen (15+) die Mechanismen von Radikalisierung – egal welcher politischen Richtung – spielerisch nahebringen.
Aktuell befindet sich das Projekt in einer zweistufigen Etablierungsphase und soll sowohl Teil der LehrerInnenbildung als auch der Demokratiebildung an allgemeinbildenden Schulen in Sachsen sein. Der ganzheitliche Ansatz will, dass sowohl zukünftige LehrerInnen als auch SchülerInnen hinter die Gedanken- und Handlungsbeeinflussung durch extremistische Gruppen schauen, die darin münden, moralisch bedenkliche Handlungen ihrer Mitglieder einzufordern. Das Durchleben dieser Methoden, mithilfe des Spiels, sowie die anschließende gemeinsame Reflexion soll wie eine Immunisierung gegen diese Methoden wirken.

 

Referenten:

Doris Kästner, LAS GY Dresden

Workshop 7 | Referent: Alper Ayzin | Donnerstag

Thema: Interkulturelle Erziehung: Was ist das eigentlich?

Das Thema Interkulturelle Erziehung ist laut Hamburger Schulgesetz, Empfehlungen der Kultusministerkonferenzen und der Bildungspläne ein wichtiges Aufgabengebiet in der Schule. Was aber verbirgt sich konkret unter diesem Begriff? Welche Kompetenzen brauchen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst um "Interkulturell" kompetent zu sein? In diesem Workshop werde ich skizzieren, wie das Thema im Vorbereitungsdienst in Hamburg verankert ist, um anschließend im kollegialen Austausch Chancen und Grenzen zu diskutieren.
Ablauf:
1) Ankommen, Begrüßung, Ablauf und Ziele
2) Implementierung des Themas: "Interkulturelle Erziehung in Hamburg" anhand von Auszügen aus einem Grundlagenseminar
3)   Diskussion und Transfer auf das eigene Tätigkkeitsgebiet
4) Abschluss und Feedback
Ziele:
Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bekommen systemische Einblicke über die thematische und organisatorische Implementierung des Themas "Interkulturelle Erziehung" und können diese Informationen auf ihren persönlichen Arbeitsbereich transferieren.
Hinweis: Angebot einmal

 

Referenten:

Alper Ayzin

Workshop 8 | Referenten: Liane Thürer-Smid & Maike Neumann | Freitag

Thema: Demokratie als Ziel, Gegenstand und Praxis historisch-politischer Bildung und Erziehung in der Schule. Wie kann der Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.03.2009 im Lernfeldunterricht der beruflichen Schulen umgesetzt werden?

Welche Herausforderungen stellt das an die Lehrkräftebildung der beruflichen Bildung?
Laut KMK Beschluss von 2009 lebt der freiheitlich demokratische Staat  von Voraussetzungen, die er als Staat allein nicht garantieren kann. Bürgerinnen und Bürger müssen aus eigener Überzeugung freiwillig im Sinne der Demokratie handeln. Historisch-politische Urteilsfähigkeit und demokratische Haltungen und Handlungsfähigkeit als Schlüsselkompetenzen müssen entwickelt und eingeübt werden. Dies muss in vielfältiger Weise Teil des Schulalltags sein. Das Erlernen und Erfahren von Demokratie stellt eine Querschnittsaufgabe dar und verpflichtet alle Lehr- und Fachkräfte in ihrem Unterrichten und Handeln.
Im Rahmen der Präambeln von lernfeldorientierten Lehrplänen in der beruflichen Ausbildung finden sich Konkretisierungen wie diese: „Selbstkompetenz…..: Zu ihr gehören insbesondere auch die Entwicklung durchdachter Wertvorstellungen und die selbstbestimmte Bindung an Werte.“
Wie aber integrieren wir Lehrer*innen diese Förderung der Selbstkompetenz im Lernfeld-Unterricht? Welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus als Seminarleiter*innen für die Lehrkräftebildung?

Exemplarische Betrachtung und Erfahrungsaustausch

 

Referenten:

Liane Thürer-Smid und Maike Neumann

Workshop 9 | Referenten: Ines Bieler & Heike Scheika | Donnerstag & Freitag

Thema: Twitter - seine Chancen und Grenzen für Partizipation in Ausbildung und Schule

Der Workshop bietet die Möglichkeit, die social media Plattform Twitter als zeitgemäßes Tool zum Arbeiten, Lernen und für kollegialen Austausch kennenzulernen. Im #Twitterlehrerzimmer kann man sich

  • zu aktuellen Entwicklungen im Bildungsbereich austauschen,
  • inspirieren lassen und voneinander partizipieren,
  • Antworten auf fachliche Fragen finden
  • Zugang zu Materialien, Studien und Umfragen - unkompliziert und zeitnah - finden.

 

Man kann still mitlesen oder aktiv sein PLN (Persönliches Lernnetzwerk) aufbauen. Viele Bildungsfachleute wie Lehrerbildner*innen, Lehrer*innen, Referendar*innen und Studierende nutzen bereits die Chance, sich hier zu vernetzen. Lernen Sie die Vielzahl an Möglichkeiten sowie einen Teil des #Twitterlehrerzimmers persönlich kennen.

Bitte bringen Sie ihr eigenes digitales Endgerät mit.

 

Referenten:

Ines Bieler & Heike Scheika

Workshop 10 | Referent: Tobias Thiel | Donnerstag

Thema: Die demokratische Schule digital und spielerisch gestalten

Demokratie lebt vom Erfahren demokratischer Beteiligung und der Selbstwirksamkeit. S*S haben grundsätzlich ein großes Interesse daran, ihre Schule mitzugestalten - von der Raumgestaltung über Rahmenbedingungen in der Schule bis zur Mitgestaltung eines aktiven Unterrichts. Oft fühlen sie sich allerdings nicht ernst genommen, weil Mitbestimmungsformate nicht jugendgerecht sind oder weil sie keine Chance sehen, dass ihre Ideen in absehbarer Zeit umgesetzt werden. Durch den Einsatz digitaler Werkzeuge (Actionbound, Blog, Minetest) wird die Beteiligung für die S*S interessanter und kann fächerübergreifend (Informatik/Medien, Sozialkunde/Politik, Deutsch, Kunst, ... ) Teil des Unterrichts werden. Im Workshop werden ausgewählte Tools vorgestellt und erprobt sowie gemeinsam Unterrichts- und Beteiligungskonzepte entwickelt.

 

Referenten:

Tobias Thiel

Workshop 11 | Referentin: Nele Hirsch | Donnerstag

Thema: Kollaborationstools zum Lernen und Lehren

Der Workshop stellt einige Best-Of-Tools zum kollaborativen Lernen vor. Die Teilnehmenden probieren sie gemeinsam aus. Dabei werden exemplarisch Lernsituationen und didaktische Einsatzmöglichkeiten skizziert. Zum Beispiel kollaboratives Schreiben, Informationen recherchieren und gemeinsam kuratieren oder Möglichkeiten zum Brainstorming und zur Konzeptvisualisierung.

 

Referenten:

Nele Hirsch

Workshop 12 | Referent: Felix Kaschubeck | Donnerstag & Freitag

Thema: Jugendkulturen und die extreme Rechte

Der Workshop soll einen Einblick in die Lebenswelt junger Menschen geben und anhand konkreter Beispiele aufzeigen, inwieweit einzelne Jugend- bzw. Subkulturen Anknüpfungspunkte für Rechtsextremist_innen bieten. So kann schon seit einigen Jahren beobachtet werden, dass unterschiedliche Jugendszenen im Fokus rechter Indoktrination sehen. Menschenfeindliche Inhalte werden modern und zielgruppenorientiert verbreitet. Gleichzeitig soll in Erfahrung gebracht werden, ob dahinter eine politische Strategie von rechts verfolgt wird oder ob es sich um den Zeitgeist handelt.

 

Referenten:

Felix Kaschubeck

Workshop 13 | Referentin: Heike Nothnagel | Donnerstag & Freitag

Thema: "Wie Schulen Demokratie mit Leben füllen können"
Eine Einladung zum Dialog

Wer bei Demokratiebildung immer nur an Gemeinschaftskundeunterricht denkt, springt zu kurz. Neben der Vermittlung von fachlichen Kompetenzen im Umgang mit politischen Institutionen, Prozessen und Strukturen kommt es allen voran auch auf die Entwicklung einer demokratischen Grundhaltung an.
Debatten führen zu unterschiedlichen Positionen und souverän mit Konflikten umgehen, ist Ausdruck der Kultur der gesamten Schule. Kommunikative Kompetenzen und demokratische Werte können entwickelt werden, wenn sie überfachlich und gesamtschulisch jeden Tag gelebt und erprobt werden. Das ist nicht etwa Aufgabe des Deutschunterrichts oder der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer, das ist Aufgabe und Herausforderung für die gesamte Schule.
Ausgehend von dem Angebot Schule im Dialog Sachsen, geht es in dem Workshop um folgende Fragestellungen:
▪      Kontroversität ist ein wichtiges Merkmal demokratischer Gesellschaften: Wie viel Dialog ist in der Schule möglich?
▪      Wie gelingt Demokratiebildung als Aufgabe der gesamten Schule?
Wie neutral müssen Lehrer*innen sein?

 

Referenten:

Heike Nothnagel, Sächsische Landeszentrale für politische Bildung
https://www.slpb.de/veranstaltungen/auf-anfrage/schule-im-dialog-sachsen/

Workshop 14 | Referenten: Kirstin Scheibe und Susan-Barbara Schulze | Freitag

Thema: „Augen auf!“

„Was steht auf dem T-Shirt von Sebastian? Sieht komisch aus. Ist das bloß hip oder schon rechts? Muss ich was dazu sagen? Und wenn, was eigentlich? In der Ecke gab’s ja letzte Woche schon diese Kritzeleien auf der Bank mit den Runen …“
Im beruflichen Alltag werden Referendare mit Statements aus unterschiedlichen politischen Richtungen konfrontiert und das nicht nur, wenn sie Gemeinschaftskunde oder Geschichte unterrichten.
Zwei Hauptausbildungsleiterinnen der Ausbildungsstätte für das Lehramt an berufsbildenden Schulen stellen mit einem Gallery Walk ein in der Ausbildung praktiziertes Element des Vertiefungsschwerpunktes „Selbstbild, Kommunikation und Demokratieerziehung“ des sächsischen Ausbildungscurriculums vor.

 

Referenten:

Frau Kirstin Scheibe und Frau Susan-Barbara Schulze, Hauptausbildungsleiterinnen an der Lehrerausbildungsstätte Dresden für berufsbildende Schulen

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